Neuronales Belohnungszentrum

Meditation ist ein einfacher, direkter Weg zu unserem neuronalen Belohnungszentrum. Dieses belohnt unser Meditieren mit tiefer Ausgeglichenheit und einem intensiven Glücksgefühl, zum Beispiel mit dem Heureka Effekt. Der Heureka Effekt beschreibt das Glücksgefühl, das wir empfinden, wenn wir eine komplexe Aufgabe durch hochkonzentriertes Arbeiten erfolgreich gelöst haben. Einen messbar identischen Zustand in Bezug auf die Gehirnaktivität und das damit verbundene Glücksgefühl erreichen wir mit einer intensiven Meditation.

Neuronaler Programmiermodus

Über das mentale Ankern unserer Aufmerksamkeit am Meditationsobjekt (Silben, Lichter, Töne, Bilder und ähnliches mehr) gelangen wir in einen neuronalen Programmiermodus. Dieser Modus ist ein besonders aufnahmefähiger Zustand der es uns ermöglicht, unser Denken und Fühlen in einer gewünschten Weise auszurichten und übergeordnete Werte wie Liebe, Freude, Effektivität tief in uns zu spüren und so nachhaltig zu verankern. Der neuronale Programmiermodus entspricht einer in EEG und MRT messbaren charakteristischen Raum-Zeit-Gehirnaktivität im Bereich von 40 - 60 Hertz bei weitgehender Synchronizität ausgedehnter Hirnrindennetzwerke, die wir im Alltag nur in temporären Ausnahmesituationen erreichen können. Im Sine eines „Labor des Lebens“ gelingt es uns sogar diese Werte und Empfindungen als gelebte Erfahrung mittels Spiegelneuronen und Neuroplastizität zu verankern und damit auf ein höheres Empfindungsniveau zu heben.

Qualitatives und quantitatives Gehirnwachstum

Die moderne Forschung belegt, dass regelmäßiges Meditieren zu einem qualitativen und quantitativen Gehirnwachstum führt. Das bedeutet einerseits, dass die Gehirnrinde (Neocortex) deutlich dicker wird und sich andererseits die Hirnstruktur selbst verändert. In den Bereichen für Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmungen und exekutiven Arealen ist so eine deutlich höhere und intensivere Nervenverschaltung nachweisbar, die Leistungsfähigkeit steigt.